Hülsenfrüchte

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Die Kategorie Hülsenfrüchte umfasst in diesem Katalog Bohnen, Linsen, Kichererbsen, Erbsen, Sojabohnen sowie deren Produkte wie Tofu, Tempeh und Edamame. Charakteristisch ist ein hoher Anteil an komplexen Kohlenhydraten und pflanzlichem Protein (meist 20–25 g pro 100 g getrocknet) bei niedrigem Fettgehalt, mit Ausnahme von Sojabohnen und Erdnüssen. Hülsenfrüchte liefern reichlich Ballaststoffe, Folsäure, Eisen, Magnesium, Kalium, Zink und B-Vitamine. Dank ihres niedrigen bis mittleren glykämischen Index (typisch 25–40) gelten sie als günstig für die Blutzuckerregulation. Sie passen gut in die Mediterranean-Küche, vegane und vegetarische Ernährungsformen sowie DASH, sind jedoch bei strikt low-carb oder keto Konzepten meist nicht vorgesehen und bei low-FODMAP nur eingeschränkt geeignet.

Wie viel Protein enthalten Hülsenfrüchte?

Getrocknete Hülsenfrüchte enthalten je nach Sorte etwa 20–25 g Protein pro 100 g, gekocht sind es rund 7–10 g pro 100 g. Sojabohnen liegen mit etwa 36 g pro 100 g getrocknet an der Spitze, gefolgt von Linsen und Kichererbsen. Da das Aminosäureprofil etwas weniger Methionin enthält, lässt es sich gut mit Getreide wie Reis oder Brot kombinieren.

Sind Hülsenfrüchte für eine Low-Carb- oder Keto-Ernährung geeignet?

Für eine strikte keto Ernährung sind die meisten Hülsenfrüchte ungeeignet, da sie pro 100 g gekocht 15–25 g Kohlenhydrate liefern. In moderaten low-carb Konzepten lassen sich kleine Portionen Linsen oder schwarze Sojabohnen integrieren, letztere enthalten mit etwa 2 g Netto-Kohlenhydraten pro 100 g deutlich weniger. Tofu und Tempeh sind dagegen sehr kohlenhydratarm und keto-kompatibel.

Warum haben Hülsenfrüchte einen niedrigen glykämischen Index?

Der niedrige glykämische Index von typischerweise 25–40 ergibt sich aus dem hohen Gehalt an löslichen Ballaststoffen, resistenter Stärke und Protein, die die Glukoseaufnahme verlangsamen. Linsen liegen oft bei GI 25–30, Kichererbsen bei etwa 28, Kidneybohnen bei rund 24. Die Garmethode beeinflusst den Wert: stark zerkochte oder pürierte Hülsenfrüchte haben einen etwas höheren GI.

Wie macht man Hülsenfrüchte bekömmlicher?

Einweichen über 8–12 Stunden mit anschließendem Abgießen des Einweichwassers reduziert Oligosaccharide wie Raffinose und Stachyose, die für Blähungen verantwortlich sind. Längeres Kochen, der Zusatz von Gewürzen wie Kümmel, Fenchel oder Ingwer sowie das Keimen verbessern die Verträglichkeit weiter. Fermentierte Varianten wie Tempeh oder Miso und geschälte rote Linsen sind in der Regel leichter verdaulich und auch in low-FODMAP-Mengen oft tolerierbar.

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