Beef Wellington vs Sunday Roast: Kalorien, Fett, Eiweiß
Beef Wellington vs Sunday Roast pro 100 g: 368 vs 185 kcal, 27,4 vs 8,5 g Fett. Im Blätterteig eingehülltes Filet vs traditionell aufgeschnittenes Rindfleisch — der Kalorienunterschied.
Beef Wellington und Sunday Roast sind die beiden Klassiker der britischen Rindfleischküche — Wellington als Festtagsgericht, der Sunday Roast als wöchentliches Ritual. Dieser Unterschied spiegelt sich in den Nährwerten: 368 kcal vs 185 kcal pro 100 g. Das Wellington ist doppelt so kalorienreich, weil Blätterteig und die Duxelles-Prosciutto-Schicht zwischen Fleisch und Teig viel Fett einbringen.
Beim Eiweiß liegt das Wellington vorn (19,2 g vs 13 g pro 100 g) — Rinderfilet ist ein besonders mageres Stück. Doch das Verhältnis dreht sich um: Der Sunday Roast liefert 7 g Eiweiß pro 100 kcal, das Wellington nur 5,2 g. Der Braten ist die effizientere Eiweißquelle.
Kurzvergleich
| Pro 100 g | Beef Wellington | Sunday Roast |
|---|---|---|
| Kalorien | 368 kcal | 185 kcal |
| Eiweiß | 19,2 g | 13,0 g |
| Fett | 27,4 g | 8,5 g |
| Gesättigte Fette | 9,6 g | 3,2 g |
| Kohlenhydrate | 10,3 g | 15,0 g |
| Zucker | 0,1 g | 2,5 g |
| Ballaststoffe | 0,4 g | 2,0 g |
| Natrium | 182 mg | 320 mg |
| Kalium | 274 mg | 380 mg |
| Kalzium | 9 mg | 35 mg |
| Eisen | 3,4 mg | 2,2 mg |
| Vitamin C | 0,6 mg | 8,0 mg |
| Glykämischer Index | 45 | — |
Makronährstoffe und Kalorien
200 g Beef Wellington entsprechen 736 kcal — annähernd die gesamte Tagesenergie in einem einzigen Gang. 200 g Sunday Roast (Yorkshire Pudding und Soße im Gesamtgewicht) kommen auf 370 kcal. Die Kaloriendichte des Wellingtons lässt sich kaum senken, ohne das Gericht aufzugeben; beim Braten regelt die Scheibendicke die Portion.
Fett ist der auffälligste Unterschied: 27,4 g vs 8,5 g pro 100 g. Der größte Teil steckt im Blätterteig — laminierter Butterteig enthält rund 30 % Fett. Prosciutto-Schicht und buttergebundene Duxelles kommen hinzu; das Fettprofil übertrifft selbst den fettreichsten Rinderbraten.
Gesättigte Fettsäuren: 9,6 g vs 3,2 g pro 100 g — dreifacher Unterschied. Die WHO empfiehlt bei 2.000 kcal täglich maximal 22 g gesättigte Fettsäuren; 200 g Wellington decken davon bereits 87 %.
Vitamine und Mineralstoffe
Der Sunday Roast liefert bei den meisten Mikronährstoffen mehr — weil er mit Karotten, Brokkoli, Erbsen, Soße und Yorkshire Pudding als Gesamtgericht serviert wird. Die 8 mg Vitamin C und 2 g Ballaststoffe pro 100 g stammen aus dem Gemüse.
Eisen ist das einzige Mineral, bei dem das Wellington vorn liegt (3,4 vs 2,2 mg pro 100 g): Rinderfilet ist der eisenreichste Rinderzuschnitt, und die Füllung enthält kein Gemüse, das den Wert verdünnt. 200 g Wellington liefern rund 7 mg Eisen — etwa 40 % des täglichen Bedarfs eines Erwachsenen.
Natrium liegt beim Sunday Roast höher (320 vs 182 mg pro 100 g), weil Soße und Yorkshire Pudding Salz einbringen, das das Wellington für sich genommen nicht enthält.
Gesättigte Fette und Mahlzeitenstruktur
9,6 g gesättigte Fettsäuren pro 100 g Wellington sind die auffälligste Zahl auf dieser Seite. Kardiologische Leitlinien empfehlen unter 10 % der Gesamtkalorien aus gesättigten Fetten — bei 2.000 kcal täglich rund 22 g. 200 g Wellington beanspruchen davon 87 % in einem Gang.
Der Sunday Roast bleibt selbst mit Yorkshire Pudding und Soße bei gleicher Portionsgröße unter 30 % des Tageslimits für gesättigte Fette. Das erklärt, warum der Braten das wöchentliche Ritual ist und das Wellington das ein- oder zweimal jährliche Festessen.
Diätverträglichkeit
| Ernährungsform | Beef Wellington | Sunday Roast |
|---|---|---|
| Vegan | Nein | Nein |
| Vegetarisch | Nein | Nein |
| Glutenfrei | Nein (Blätterteig) | Grenzwertig (Soße) |
| Laktosefrei | Nein (Butterteig) | Grenzwertig |
| Paleo | Nein (Teig) | Ja (ohne Pudding) |
| Mediterran | Nein | Ja (magere Stücke) |
| Keto | Grenzwertig | Nein (Yorkshire Pudding) |
| Low-FODMAP | Grenzwertig | Ja |
Der Sunday Roast ist das flexiblere Gericht: Ohne Yorkshire Pudding und mit mehr Gemüse passt er in Paleo-, mediterrane und Low-FODMAP-Ernährungsweisen. Der Blätterteig schließt das Wellington aus allen glutenfreien oder kohlenhydratarmen Konzepten aus.
Wann Beef Wellington die bessere Wahl ist
- Mehr Eiweiß pro 100 g (19,2 g) — Filet gehört zu den magersten Zuschnitten.
- 55 % mehr Eisen — relevant bei Eisenmangel oder fleischarmer Ernährung.
- Festtagsgericht — Geburtstage, Jubiläen, formelle Dinner.
- Weniger Natrium pro 100 g (182 vs 320 mg) ohne Soße serviert.
- GI 45 (niedrig bis mittel) — die Protein-Fett-Dichte verlangsamt den Glukoseanstieg.
Wann Sunday Roast die bessere Wahl ist
- Halb so viele Kalorien pro 100 g — tauglich als wöchentliches Ritual.
- Ein Drittel der gesättigten Fette.
- Fünfmal mehr Ballaststoffe durch das Begleitgemüse.
- 13-mal mehr Vitamin C durch Karotten, Erbsen und anderes Röstgemüse.
- Skalierbar — ein Bratenstück reicht für 6–8 Personen, der Rest ergibt die ganze Woche Sandwiches.
Praktische Kombinationen
Beef Wellington ist strukturell vollständig — Teig, Fleisch und Duxelles bilden bereits drei Schichten. Die klassische Begleitung: Portweinjus, glasiertes Wurzelgemüse, grüner Salat. Kartoffelgratin oder Salzkartoffeln als Beilage sind überflüssig — der Teig liefert die Kohlenhydrate.
Sunday Roast verlangt das volle britische Programm: Bratkartoffeln, Yorkshire Pudding, Erbsen, Karotten, Soße. Der gesamte Teller ist das Gericht. Eine schlankere Variante — Rinderbraten, gedünstetes Gemüse, leichte Soße — reduziert die Kalorienmenge um 30 %, ohne den Charakter zu verlieren.
Für den wöchentlichen britischen Speiseplan: Sunday Roast jedes Wochenende, Wellington einmal im Quartal. Der Kalorienaufwand des Wellingtons verlangt nach einem besonderen Anlass; der des Bratens ist für den regelmäßigen Einsatz gemacht.

